Die Puppenspielerin

Ein Meer aus gespannten Gesichtern, große Augen, lächelnde Münder, eine Decke aus Denkfalten gehüllt in leises Getuschel aus verschiedenen Träumen, das war ihr Theater.

Und es waren viele die kamen, um sich an ihren geschickten Wortspielereien und den gekonnt in Szene gesetzten Puppen zu erfreuen.
Ihre Puppe, die in jedem von ihr ausgedachten Stück wieder auftrat, hatte unzählige Facetten, immer passend zu der Geschichte die sie spielen sollte.

Ich sah ihr gerne zu beim Spielen, denn die Geschichten die sie sich ausdachte hatten sehr viel Charme und diese Art von koketten vorwitzigen Handlungen, die einen schnell einfangen und mit sich fort tragen konnten.

Ihr Spiel hatte sich verändert, wann kann ich beim besten Willen nicht sagen, irgendwann hatte sie beschlossen Freiwillige aus den Reihen der Zuschauer mit in ihr Spiel einzubeziehen, das gab der ganzen Vorstellung mehr Wirklichkeit und neuen Anreizen gegenüber war sie sehr aufgeschlossen..und Freiwillige gab es derer viele und alle waren wild entschlossen, neben der weiblichen Hauptrolle den Prinzen zu spielen. Wenn ich kam blieb ich hinter der Bühne und schaute ihr beim Spielen zu, sie selber mochte das Licht gar nicht gerne, blieb immer im verborgenen und war völlig versunken in ihren Fantasien.

Ich besah mir die Puppen, wie sie komische Verrenkungen machten, sah das sie auch diesmal ihrer Puppe einen einmalig sanftmütigen und einfühlsamen Mund ins Gesicht gezaubert hatte. Sie ließ sie wundervolle Worte sprechen, die Eisberge hätten schmelzen können und ein weiteres mal sah man ihre Liebe zum Detail mit der sie ihr hingegebungsvoll die Kleidung, die Vorlieben und das Aussehen dem erdachten Charakter bis aufs i-Tüpfelchen angepaßt hatte. Mit einer Gründlichkeit zog sie ihr ein zauberhaftes Leben über wie es auch Mütter mit ihren Kindern tun und während ich anerkennend betrachtete was sie geschaffen hatte, wunderte mich darüber wieso der Prinz dieser Vorstellung von einer Gruppe weinender Zuschauer auf seinen Sitzplatz zurückgebeten wurde..

Also tat ich etwas was ich sonst nie tat, ich richtete eine Frage an sie „ Wieso weinen diese Leute?“

Ich war mir gar nicht sicher ob sie überhaupt antworten würde, denn sie liebte es gar nicht im Spiel unterbrochen zu werden. Aber heute Abend war sie redselig und so sagte sie „ Sie verstehen das Glück nicht, das ihm gerade widerfährt, sonst würden sie nicht so wehklagen“ Ich besah mir den Prinzen näher,  konnte aber bis auf einen leicht entrückten Gesichtsausdruck nichts erkennen, also bemerkte ich „ Aber wirklich glücklich sieht er nicht aus, eher geblendet vom Licht der Scheinwerfer und dem Wunsch auf der Bühne zu stehen“ Sie lachte bitter „ Ja das war sein Wille und sie konnten ihn nicht davon abhalten, so groß war sein Wunsch neben mir zu stehen, wäre er mit dem zufrieden was sie ihm geboten haben dann wäre er wohl bei ihnen geblieben!“

Nachdenklich betrachtete ich die Schnüre die sie in ihren Händen hielt und mit denen sie den Puppen Leben einhauchte und fragte vorsichtig „ Bei dir? Du bist doch hier bei mir,…im Dunkeln“ „Ein Teil von mir steht auch dort vorne und es ist schließlich mein Mund der ihre Worte spricht“..einen kleinen Moment Lichtschein und man konnte ein Funkeln in ihren Augen sehen als die Erinnerung sie überkam wie häufig ihr Spiel ein jähes Ende gefunden hatte, weil das Publikum sie nicht verstanden hatte und sie vorzeitig einen Ort verlassen mußte . Weil sie nicht gewillt war ihre Hoffnungen aufzugeben oder vielleicht einfach nur aus Trotz, baute sie stets an einem neuen Ort ein neues Theater auf, bemalte ihre Puppe neu und begann ein neues Stück. Dennoch bohrte ich weiter „ Wieso nimmst du denn keine Freiwilligen die niemanden verlassen müssen,  um mit deiner Puppe zusammen auf der Bühne zu stehen, an Freiwilligen mangelte es doch nicht?!“ Ich bekam keine Antwort, sie spielte..sie spielte mit der Hoffnung, der Fantasie, dem Geschick und dem Einfallsreichtum eines kleinen Kindes. Weil sie es konnte, weil die Leute es liebten und weil das Kind dort hinter der Bühne selber nicht mehr daran glaubte das ihr Spiel ohne Prinz und Prinzessin auskam. Das sie selber es war, die wundervoll und einzigartig dort hinter der Bühne stand und die Fäden zog das sah sie nicht . Angst läßt einen oft das Dunkel wählen und das Alleinsein schön oder als passenden Umstand empfinden.

Ich berührte sacht die Fäden die sie mit ihrer Puppe verband und fragte ins Dunkel hinein „ Ist es nicht langsam Zeit die Fäden zu zerschneiden und zu vergeben? Wann wird die Zeit vergangen sein die es dafür braucht und wann beginnt die wertvolle Zeit in der du dich mit all deinen Wesenszügen ins Licht stellst und bist wer du bist? Ein wundervolles verletztbares Kind das mit aller Kraft lieben kann und geliebt werden sollte?“

für Monika.

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Szenen einer glücklichen Ehe…Teil 1

Eigentlich hatten sie alles was sie brauchten um glücklich zu sein. Dennoch hatte sich in den letzten Jahren eine gewisse Routine ins Eheliche Schlafzimmer geschlichen und schlief seit dem mit ihnen im langweiligen Ehebett.

Sie wäre nicht die Frau die sie war, wenn sie nicht mit allerlei Tricks, versucht hätte diesen Umstand zu ändern. Nur leider helfen auch die besten Problemlösungen nichts, wenn das Gegenüber kein Problem sieht. Sie führten eine gute Ehe und wenn sie etwas konnten, dann war es offen über alles reden.

Dennoch war sie sich sehr wohl bewußt das MANN Probleme im Schlafzimmerbereich nur sehr schonend und noch viel lieber gar nicht mitgeteilt bekommt. Häufig wurde eine zu offen ausgesprochene Kleinigkeit, sehr schnell zu einem weiteren, noch viel größerem Problem.

(Das ist übrigens auch der Grund warum so viele Frauen einfach ein ganzes Leben schweigen)

Sie sah das ganze etwas egoistischer, ausserdem waren sie schlichtweg zu jung um in getrennte Schlafzimmern zu enden und schlußendlich ging es hier um ein menschliches Grundbedürfnis das befriedigt werden wollte.

Also formulierte sie wochenlang wohlklingende Sätze die der besten Freundin in x Gesprächen vorgetragen wurden ( An dieser Stelle müssen wir mal mit dem Gerücht aufräumen, Frauen würden ihr Sexualleben niemals untereinander zum Thema machen….sie machen es nicht nur zum Thema, sie breiten es aus und wälzen es platt wie einen Kuchenteig! Fröhlich werden untereinander Rezepte ausgetauscht, Zutaten offengelegt und Kniffe und Tricks erklärt.Habt ihr euch denn nie gewundert wieso euch die Freundin/Schwester/die Frau eures besten Kumpels an manchen Tagen so anstrahlt?… und ich will jetzt nicht hören ihr wärt anders liebe Männer. Wenigstens spucken wir den bereits durchgekauten Teig nicht dem nächst besten vor die Füße und sagen „schmeckt ganz gut , kannste ruhig weiteressen“ 😉 ..)

Zurück zu unserer glücklichen Ehefrau:

 

Sie ist mit ihrer Freundin übereingekommen das detailierte Beschreibungen besser unterlassen werden sollten da ein, „Dein Vorspiel erinnert an das Einschalten der Mikrowelle, man drehe an einem Knopf und der Rest wird dann Magisch erwärmt“,  gegebenfalls zur Folge haben könnte das der geliebten Gatte vom Glauben abfallen könnte und seine Libido vll gleich mit. Also entschieden sie sich für die waage gehaltene Formulierung „Ich komme ein wenig zu kurz“

Die Unterhaltung verlief erstaunlich einsichtig, er selber fand auch das es in letzter Zeit ein wenig Langweilig wurde und so sah sie Hoffnungsfroh den versprochenen Veränderungen entgegen.

An einem Freitag morgen legte er ihr also stolz ein Geschenk auf den liebevoll gedeckten Frühstückstisch flüsterte schnell ein „Mach ihn erst auf wenn die Kinder nicht dabei sind“ und entschwand mit einem gewinnenden Lächeln aus der Haustüre.

Voller Vorfreude öffnete sie ihn später und entnahm zuerst den beigelegten Brief in dem stand das es nunmehr soweit sei und er zusammen mit ihr der Langeweile den Kampf ansagen wolle.

(Also kein romantisches Wochenende in einem Hotelzimmer dachte sie traurig) als nächstes fischte sie ein unanständig hohes paar High Heels aus dem Karton, der letzte Gegenstand sah auf den ersten Blick aus wie ein Angelnetz.“Was zur Hölle..“ dachte sie, aber vollständig ausgebreitet präsentierte sich ihr ein Netzcatsuit, der mindestens zwei Nummern zu klein erschien. Innerlich fluchte sie über die Pornoindustrie, die in den Köpfen der Männer Fantasien erblühen ließen, unter denen die Frau von heute täglich leiden musste.

Als sie dann abends im Badezimmer versuchte sich in selbiges zu quetschen, kamen ihr so langsam Zweifel. Das Bild das ihr der Badezimmerspiegel entgegen schmetterte, erinnerte stark an einen Schweinerollbraten. Ratlos betrachtete sie das aus diesem Bratschlauch herausquellende Fleisch und die Frage stand im Raum, wie er überhaupt darauf kam, daß diese masochistischen Kleidungsstücke mit denen sie sich gerade rumquälte, irgendwas an ihrer allgemeinen Unzufriedenheit ändern könnte.

Schimpfend wie ein Bauarbeiter stackste sie den Flur hinunter, um im Wohnzimmer das Licht so zu dämmen, daß sie ein einigermaßen tragbares Bild ergab.

Während sie auf der Couch auf sein Eintreffen wartete, suchte sie verzweifelt eine Stellung in der sie sexy aussah. „Das wird doch niemals was, ich sollte direkt ins Bett gehen, das wäre wahrscheinlich befriedigender“, dachte sie wenig begeistert. Als er dann kam war schon sein erster Fehler, das Licht einzuschalten. Sämtliche erotische Stimmung verzog sich bei dieser Flutlichtbeleuchtung in eine nicht wieder auffindbare Ecke….

Egal es ging schließlich um einen guten zweck. Ihre Hoffnungen trieben sie voran, nur leider war alles wie immer. Er drehte (anders gings ja dank dieses Ganzkörperkondoms auch nicht) zweimal Links, einmal Rechts,  an ihren Brustwarzen als würde sich dann der Rest automatisch öffnen wie die Buxe der..ach lassen wir das!

Erfreut verfolgte sie den Weg den seine Hände abwärts nahmen und war sich sicher jetzt endlich würde sie die Belohnung erhalten für all ihre Bemühungen. Um so trauriger mußte sie das Gehämmer zur Kenntnis nehmen was seine Finger in schönster Porno Manier zum besten gaben. Als ihre Hände hilfreich nach unten glitten um ihm zu zeigen wie die Anatomie der Frau wirklich funktionierte erklang ein „ Das ist meine Baustelle“. Das erklärte zu mindestens treffend wie sich die ganze Sache an fühlte….Ende teil 1

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Von den Kindern des Sternenhimmels

Sternenkinder…

Eine düstere Stunde trostloser Dunkelheit ist der Ursprung ihres Seins. Himmelskinder ihre Geburtshelfer, die sie im Schein der funkelnden Sterne zu ihrer Geburtsstätte, dem Kosmos, begleiten.
Da es nun einmal so ist das jede Reise Spuren hinterlässt, ist es eben dieser Streifzug, der Sternenkinder für immer besonders macht.

Auch darf man sie nicht verwechseln mit den Mondkindern, die am Mühsal dieser Reise zerbrachen.
Ihr Schimmern ist nicht mehr als ein kümmerliches Irrlicht mit dem sie Trugbilder in die Dunkelheit malen.
Da es aber in einer Welt ohne Hoffnungsschimmer nicht leicht ist, ein Lichtschein zwischen glanzlosen Wesen zu sein, lassen sich gerade Sternenkinder von der magnetischen Anziehungskraft dieser Mondscheinkinder verzaubern.

So kommt es das sie sich häufig lange Zeit aneinander klammern, bis sie eines Tages andere Sternenkinder treffen oder das Mondscheinkind einfach für immer in die Dunkelheit verschwindet….



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Das etwas andere Telefonat

Drei Tage lang hatte sie sich auf diesen Abend gefreut und sie war gut vorbereitet. Ihr Lieblingswein stand auf dem Tisch und atmete schon eine kleine Weile, ein Schälchen von dem Konfekt das sie sich für besondere Momente aufgehoben hatte, stand direkt daneben. In Kerzenlicht und Kuscheldecke gehüllt lag sie ausgestreckt auf der Couch. Ein lächeln umspielte ihre Lippen als ihr Blick den auf dem Couchtisch liegenden Telefonhörer streifte. Erinnerungen an das letzte, leide viel zu kurze Telefonat spülte eine warme Welle der Vorfreude durch ihre Magengrube.
Sie haben sich im Internet kennengelernt, in einem dieser Foren und nach vielen Mails und einigen kurzen Telefonaten hatte sich zwischen ihnen eine kleine Romanze entwickelt.
Sie freute sich darauf seine Stimme zu hören, deren warme Klangfarbe so gut zu seiner liebevollen Art passte. Sie planen schon lange ein gemeinsames Wochenende mit zauberhaften Erlebnissen, dem leckersten Essen der Region und einem königlichem Frühstück das er ihr dann ans Bett bringen wollte.
Jetzt, nachdem der Mantel der ersten Unsicherheiten abgelegt war, wollten sie diesen Plan endlich realisieren und die letzten Details besprechen.
Er rief pünktlich an und sie lauschte verträumt seiner Stimme, als er mit ihr zusammen, die Planungen durchging. Sie tranken gemeinsam ein Glas Wein und redeten über Gott und die Welt. Wie es genau dazu kam konnte sie im Nachhinein nicht mehr sagen, irgendwann endete es in zärtlichem Geflüster 2er liebenden die vor Sehnsucht schier umkamen und so schickte er seine Fantasie auf eine Entdeckungsreise über ihren Körper.
An jedem Halt, an dem er seine Hände länger verweilen ließ, erkundigte er sich danach, ob und wie ihr diese Reise gefiele.
Er war offensichtlich sehr erregt und auch wenn sie seinen Erzählungen wenig beizusteuern wusste, faszinierte sie es wie ungezügelt er sich seiner Fantasie hingab
Ihre Finger tasteten nach dem Konfekt Schälchen und schon bald verschwand ein zartschmelzendes stück ihrer lieblings Schokolade in ihrem mund.

Andächtig lauschte sie seinen Worten, sein schwer gehender Atmen und das Geräusch das diesen begleitete verriet ihr das er einen Teil der Reise an seinem Körper nachspielte
Sie hielt den Hörer noch dichter an ihr Ohr, um keines seiner Worte zu verpassen und griff erneut in die Konfektschale, als er sie fragte „Was denkst du eigentlich über gewisse Sachen wie“..er machte eine kurze Pause, „ sagen wir jetzt mal:.“NS“?“
Ein wenig verwundert wie er gerade jetzt auf Geschichtliche Themen kam, gab sie (zugegeben etwas unpassend ) zur Antwort „Davon halte ich genauso viel, wie von schlagenden Argumenten. Aber das sind Themen die wir gerne bei unserem Treffen vertiefen können.“
Ein kehliges Lachen aus der anderen Leitung erklang und als er wieder begann zu sprechen, gönnte sie sich ein weiteres Stück Schokolade und sank entspannt auf die Couch nieder.
Sie achtete kaum noch auf das was er erzählte, so sehr faszinierten sie die Geräusche aus dem Hintergrund, die ihrer Fantasie schon längst Flügel verliehen hatten.
„Wie konnte er das nur“ dachte sie. Sie selber hatte an der ein oder anderen Stelle ein zufriedenes Gurren vernehmen lassen .Allerdings war das Ausdruck ihrer Begeisterung für das Konfekt und seine Zügellosigkeit (Eine kleine Schummelei die ihr erlaubt schien). Schließlich bräuchte sie für ihre eigene Reise beide Hände und ihren kopf von diesem Telefonhörer befreit wie sie fand.
Ein weiteres Stück dieser zartschmelzenden Versuchung verschwand gerade in ihrem Mund als sie ihn sagen hörte
„..Du richtest dich auf, beugst dich langsam über mich und während dein hintern über meinem Gesicht schwebt, lässt du den warmen Strahl über mein Gesicht laufen“
Zusammen mit der scharf eingezogenen Luft verschwand das Stück Schokolade in ihrer Kehle und blieb dort stecken.
„Was hatte er gerade gesagt??“ dachte sie ungläubig und ihre Augen wurden groß wie 5 Mark Stücke. (Später würde ihre Freundin beim berichten über diesen unglaublichen Vorfall kopfschüttelnd fragen was sie denn bitte gedacht habe was mit „NS“ denn sonst gemeint gewesen wäre)
„Das kann doch wohl nicht wahr sein!“ hämmerten die Gedanken in ihrem Kopf, während sie röchelnd versuchte das Missverständnis aufzuklären
„Ja das gefällt dir nicht wahr“ ertönte wohlwollend seine Stimme am anderen Ende und ihre Augen wurden noch größer (wenn das überhaupt möglich war)
der meint ich finde das auch noch toll dachte sie entsetzt während sie um ihre Fassung genauso rang wie um ihren Atem
„Ich muss was trinken, aber ich kann doch nicht mit dem Wein…“ die Schokolade und die Worte aus dem Hörer hatten kein Einsehen, die eine blieb stecken wo sie war und die anderen sprachen unaufhörlich neue Ungeheuerlichkeiten.
Das einzige was seinen Redefluss unterbrach war sein Stöhnen „und dann setzt du dich auf mein Gesicht…“hörte sie gerade noch, bevor sie die Panik in die Küche trieb, um dieses stück Schokolade endlich da hin zu schicken wo es hingehörte
In ihrem Hirn schwirrten die Gedanken, „Unfassbar“ „Ich ersticke“ „omg“, „Das gibt es doch gar nicht“ und ein sich endlos wiederholendes „Scheiße“, wie ein Schwarm Bienen durcheinander.
Das kühle Glas Wasser spülte die Stimmbänder aus der klebrigen Umarmung und ihre Lungen füllten sich wieder mit Luft.
In diesem kurzen Augenblick waren selbst die Gedanken still. Immer noch um Atem und Fassung ringend lehnte sie kopfschüttelnd am Küchentisch, als ihr schlafartig bewusst wurde; „Himmel, der redet bestimmt immer noch!“ Energischen Schrittes ging sie zurück zur Couch, um den offensichtlich fehlgeleiteten Gesprächspartner zurück auf die richtige Gesprächsbahn UND auf den weg AUS ihrem leben zu verhelfen.
Nur leider stieß sie dabei gegen den Wohnzimmertisch und prompt ergoss  sich das Glas Wein in ihren Schoss.
„Hör auf!“ sprach sie energisch in den Hörer und ein „Bist du schon schön feucht“ erklang als Antwort
Der Gedanke „Naja feucht bin ich jetzt in jedem fall“ hallte böse lachend durch ihre Gedankengänge

„Stopp!“ sagte sie etwas energischer und fügte hinzu „Ich möchte diese Unterhaltung jetzt beenden!“
„jahhh!“ stöhnte es ihr entgegen „wehr dich, ich steh drauf wenn du dich sträubst du Miststück!“
„Was zur Hölle…“ dachte sie noch bevor sie ihn mit Wörtern die sie nie zuvor in den Mund genommen hatte in die Sprachlosigkeit und aus ihrem Leben schickte…..

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Die Zeit heilt alle Wunden…

Du hast mir damals nicht geglaubt als ich leise geflüstert habe das sich das Leben irgendwann an dir rächen wird.

Für all die Ignoranz mit der du anderen jeden Tag aufs neue Schmerz zugefügt hast,

für all deine Überheblichkeit mit der du jeden Tag aufs neue „Gott“ gespielt hast,

für all die Tränen die wegen dir vergossen worden sind,

für all die Hoffnungslosigkeit die du mit deinen Taten in die Träume anderer gestreut hast,

für all die fehlende Selbstliebe für die du andere Menschen so oft hast leiden lassen.

 

Und du hast es gehasst diesen Satz immer wieder von mir zu hören, weil er dir Angst gemacht hat.

hast mich gehasst dafür das ich nicht an deinen Taten zerbrach,

hast mich gehasst dafür das ich nicht bereit war mich mit all dem abzufinden,

hast mich gehasst für meinen Mut,

hast mich gehasst für meine Ehrlichkeit,

hast mich gehasst für all das, was ich trotz all dem, niemals bereit war aufzugeben.

 

Meine Träume,

meinen Glauben,

meine Hoffnungen,

meine Kraft,

mein Leben.

 

Und Heute?

Heute weißt du wie unerträglich ein Leben werden kann wenn man mit Hoffnungslosigkeit, dem Alleinsein und der täglichen Ohnmacht leben muß.
Wenn man stumm ist weil es keine Worte mehr gibt die den Schmerz ausdrücken könnten,
und keine Hoffnung einen erahnen läßt das es irgendwann ein Morgen geben wird in dem man von all dem Übel erlöst wird.

Und jetzt?

Jetzt schaue ich dir in deine traurigen Augen und sage dir das was gerade schmerzhaft für dich verständlich wird

„die Zeit heilt alle Wunden“

Meine.
Nicht deine!

Denn dir wurde nie eine Wunde zugefügt….Du leidest das erste Mal unter dir selbst und meine Ehrlichkeit verbietet es mir dir Hoffnung auf Besserung zu machen.

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Lernen

Unsinnige Versuche Gefühle zu erklären in einer Welt in der jeder durch eigene Taten lernen sollte zu Fühlen

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Scheinwelten

Wenn beim wöchentlichen Besuch bei den Tafeln, die nette Oma (trifft man nicht allzu oft vor, weil sich die endlich in Rente befindlichen MENSCHEN eh nicht zur Tafel trauen) von ihrem unglaublichen Rentner-(über)leben berichtet,
In dem sie die Wahl hat: Medis oder Essen, Essen oder Miete, Krankenhausaufenthalt oder einfach Tot umfallen,
denke ich jedes Mal ganz liebevoll an diejenigen, die gestern mal wieder erschreckt über ihren Tellerrand blickten.

Diesen Menschen möchte ich heute gerne daran erinnern:

Das alles hat gestern inmitten einer zugelassenen „Schülerdemo“ stattgefunden.

Natürlich weiß jeder, der mal einen Schulranzen hat tragen müssen, dass die mit Steinen befüllt sind. Vor allen Dingen mit dem Stein des Anstoßes…

Ich erkläre das jetzt mal zur Sicherheit für die ganzen Leute die das bei strahlendem Himmel und Sonnenschein in ihrer Scheinwelt natürlich nicht wissen können:

Schüler sind Kinder und Demos sind ein Mittel des Ausdrucks und beides ist  in Deutschland noch erlaubt!

Wenn ich Kindern heute nicht mehr beibringen darf das sie für ihre eigene Meinung einstehen können und das auch dürfen dann gute n8 Deutschland.

Seit der letzten Wahl habe ich mir ein hübsches paar Scheuklappen an den Kopf getackert und die Hoffnung in die hinterste Ecke meines Herzens gesperrt damit sie mir nicht verloren geht, wer da glaubt es ginge mir um den Bahnhof der irrt gewaltig.

Mich würde brennend interessieren was passieren würde wenn ab morgen eine Mautgebühr für alle Autobahnen beschlossen und Mittelklassewagen verboten werden.

Des deutschen liebsten Kind ..wäre es dann vorstellbarer das aus einem Volk von „JA“-sagern auch mal ein „Nein, jetzt reicht es!“ zu hören ist???….

Ich möchte allen ernsthaft ans Herz legen von jeglicher Gewalt abzusehen

MACHT EUCH BITTE NICHT ZU MITSCHULDIGEN!

Einen letzten Gruß an die, in ihrer Scheinwelt gefangenen, Kleingeister die sich noch nicht hinter dem Teller vortrauen :

„Schön brav den Einheitsbrei schlucken und das daran Ersticken nicht vergessen!“

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